Über Politik, Unternehmertum und Sport

Zum 76. Tegeler Gespräch am 26.03.2025 hatte Dirk Steffel diesmal den Unternehmer und Sportfunktionär Martin Kind und den stellvertretenden Vorsitzenden der Berliner FDP Sebastien Czaja eingeladen.

Dirk Steffel, Martin Kind, Frank Schmeichel, Sebastian Czaja, Detlef Dzembritzki (v.l.)

Nach den einleitenden Worten vom Vorsitzenden des Tegeler Gespräch e.V., Dirk Steffel,  kam Sebastian Czaja zu Wort. Er sprach über die „neue“ Rolle der FDP, Meinungsfreiheit und Liberale Demokratie, die es nicht nur im Parlament unbedingt braucht, und Freiheit, dabei aber immer den Kontrollverlust verhindern. Ein Schwerpunkt der Politik sollte immer im Visier bleiben: Wirtschaftsstandort stärken!
Die Politik, die neue Regierung, die handelnden gewählten Verantwortlichen sollten jetzt von den Ich-Akteuren zur Gemeinsamkeit „übergehen“!
An der Spitze der FDP im Bund wird es einen Generationswechsel geben – eine Teamlösung. Wichtig ist es nicht nur für die FDP, die politischen Inhalte an die Menschen zu bringen. Es stehen für 2026 in 5 Bundesländern die Landtagswahlen an, Berlin ist dabei!

Dann begann die Talkrunde mit Martin Kind – moderiert vom Medienunternehmer Frank Schmeichel mit dem Thema: „Ansichten eines Wirtschaftslenkers“!

Martin Kind, heute im „Unruhestand“, hat als Mittelständler die Kind Gruppe zu dem gemacht, was wir heute „hören und sehen“ können, mit 3.500 Mitarbeitern und 800 Azubis.
Sein „Stehvermögen“, seine Selbständigkeit war geprägt durch sein Motto: „Ich wusste immer was ich will und was ich nicht will!“ Dazu gehört aber auch, etwas von seinen Mitarbeitern erwarten, was er auch selber tun würde.
Ein großer Marketingerfolg ist immer noch der Slogan: „Ich trage ein Kind im Ohr“. Damit stieg der Bekanntheitsgrad und der Umsatz.
Zu den Verhandlungen zur neuen Bundesregierung hat Martin Kind seine Vorstellungen: Wachstum generieren, die Herausforderungen annehmen, Prioritäten setzen, die die Menschen überzeugen, 10-15 Schwerpunktthemen nennen.
Die Globalisierung wird in dieser Zeit dringend gebraucht – Vereinigte Staaten von Europa.
Der Staat sollte sich in Zukunft als Dienstleister für seine Bürger verstehen.

Aber wenn Martin Kind in Berlin ist, kann das Thema Sport nicht ausgeschlossen werden, Frank Schmeichel moderierte auch diesen Teil überzeugend.
Martin Kind kam zu Hannover 96 e.V. vor 30 Jahren, damals 3. Liga und vor der Insolvenz – es wurde eine starke Führungspersönlichkeit gesucht, aber auch Geld! Dabei war für Martin Kind wichtig, die Analyse des Problems und eine Strategie für die Zukunft zu entwickeln. Neben dem Sport muss auch das Management funktionieren. Es kommt meist zum Abstieg (was bei Hannover 96 auch passierte), weil man Fehler macht.
Mein Einwurf: das sieht man seit einiger Zeit auch bei unserer Hertha deutlich!

Martin Kind und Peter Gabor

Der ehemalige Bundesligaschiedsrichter Peter Gabor (158 Bundesligaspiele und das Pokalfinale 1987) stellte in der Diskussion die Frage nach der Eindämmung der Pyrotechnik im Stadion. Darauf Martin Kind: „wenn wir eine Lösung hätten, wäre schon was unternommen worden“. Der Umgang mit Pyro bleibt ein Problem.

Fast die Zusammenfassung des Abends mit Martin Kind – die Politik, die Wirtschaft und den Sport betreffend: „Wer entscheiden muss – muss nicht geliebt werden!“

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